Allgemeine Geschäftsbedingungen für Lieferungen und Leistungen der CLAAS Industrietechnik GmbH (Stand 10/2012)

1.Angebot und Vertragsabschluss

1.1 Die nachstehenden Bedingungen gelten für alle Angebote und Verkäufe insbesondere von
Getrieben, Hydraulik- und Elektronikkomponenten, Kabinen, Achsen, Zubehör und Ersatzteilen sowie
sonstige Lieferungen und Leistungen der CLAAS Industrietechnik GmbH (nachfolgend „Lieferer“). Sie
haben Gültigkeit in der jeweils aktuellen Version. Abweichende Bedingungen des Bestellers werden
auch dann nicht Vertragsinhalt, wenn Ihnen der Lieferer nicht nochmals ausdrücklich widerspricht.
1.2 Der Vertrag kommt erst zustande durch die schriftliche Auftragsbestätigung des Lieferers.
1.3 Nebenabsprachen oder Abänderungen des Vertragsinhalts sind nur wirksam, wenn sie schriftlich
vom Lieferer bestätigt worden sind. Angaben über Maße, Gewichte und andere technische Angaben,
sowie Abbildungen, Beschreibungen und Zeichnungen zum Liefergegenstand, welche in Broschüren,
Prospekten, Produktbeschreibungen und sonstigen Unterlagen des Lieferers enthalten sind, sind nur
annähernd maßgebend, soweit sie nicht vom Lieferer in der Auftragsbestätigung ausdrücklich als
verbindlich bezeichnet worden sind. Angebotsunterlagen, Zeichnungen, Muster und ähnliche
Informationen körperlicher oder unkörperlicher Art unterliegen dem Eigentums- und /oder
Urheberrecht des Lieferers und dürfen Dritten ohne Zustimmung des Lieferers nicht zugänglich
gemacht werden.
1.4 Der Lieferer behält sich auch nach Vertragsabschluß Konstruktions- und Formänderungen vor,
soweit der Liefergegenstand nicht erheblich geändert wird und die Änderung für den Besteller
zumutbar ist.
1.5 Der Besteller ist 4 Wochen an seine Bestellung gebunden. Die Frist beginnt mit dem Eingang des
Bestellschreibens beim Lieferer.
1.6 Für Ersatzteil-Bedarfe bzw. Nachserienbedarfe, die nicht dem Serienumfang entsprechen, behält
sich der Lieferer eine abweichende Preisgestaltung vor. Lieferungen von Ersatzteilen dürfen auch
durch die CLAAS Service and Parts GmbH erfolgen.

2. Preise

2.1 Sofern nichts anderes vereinbart ist, verstehen sich die Preise für die Liefergegenstände ab
Werk/Lager, einschließlich Verladung auf das Transportmittel ausschließlich Verpackungs-,
Versicherungs- und Montagekosten. Zu den Preisen / etwaigen Anzahlungsbeträgen kommen die
Umsatzsteuer, Zölle in der jeweiligen gesetzlichen Höhe sowie anfallende Überführungskosten hinzu.
Der Versand erfolgt auch bei frachtfreier Lieferung auf Gefahr des Bestellers, sofern nicht ausdrücklich
eine anderweitige Vereinbarung getroffen wurde.
2.2 Sollte der Besteller Konstruktionsänderungen fordern, so trägt er die hierdurch verursachten
Mehrkosten des Lieferers. Konstruktionsänderungen sind vom Lieferer schriftlich zu bestätigen.

3. Zahlungsbedingungen

3.1 Mangels besonderer Vereinbarung sind Zahlungen bar, sofort nach Erhalt der Rechnung, ohne
jeden Abzug frei Zahlstelle des Lieferers zu leisten. Vertreter oder sonstiges Verkaufspersonal des
Lieferers sind zur Entgegennahme von Zahlungen nicht ermächtigt. Der Lieferer behält sich vor,
Ersatzteile und Zubehör gegen Nachnahme zu liefern.
3.2 Bei Überschreitung eines festgesetzten Zahlungstermins tritt ohne Mahnung Verzug ein (§ 286
Abs. II BGB). In diesem Fall ist der Lieferer berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 % p. a. über dem
Basiszinssatz (§§ 247, 288 II BGB) zu verlangen, sofern der Lieferer nicht einen höheren
Verzugszinsschaden nachweist. Wechsel und Schecks werden nur zahlungshalber angenommen.
Sofern sie auf Nebenplätze ausgestellt sind, haftet der Lieferer nicht für die rechtzeitige
Protesterhebung. Diskont-, Wechsel- und Einziehungskosten trägt der Besteller. Beanstandungen
berechtigen nicht zur Zurückhaltung fälliger Zahlungen. Zurückbehaltungsrechte und Aufrechnung mit
bestrittenen und nicht rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen sind ausgeschlossen.
3.3 Ist der Besteller mit einem Betrag in Höhe von mindestens 1/10 des Kaufpreises im Verzug, so
wird der gesamte Restbetrag ohne Mahnung fällig. Hat der Abnehmer des Bestellers seinerseits den
Liefergegenstand ganz oder teilweise bezahlt, so wird die Forderung des Lieferers gegen den
Besteller insoweit sofort fällig. Das Gleiche gilt, wenn die vereinbarten Wechsel oder Schecks nicht
rechtzeitig gegeben oder eingelöst werden, bei Zahlungseinstellung, Antrag auf Eröffnung des
Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Bestellers oder bei Zwangsvollstreckungen. Werden
Forderungen im Insolvenzverfahren auf eine Quote herabgesetzt, entfällt ein Anspruch auf vereinbarte
Nachlässe und/oder Boni.
3.4 Befindet sich der Besteller mit einem Betrag in Höhe von mindestens 1/10 des Kaufpreises seit
mehr als 30 Tagen in Verzug, so kann der Lieferer auf Kosten des Bestellers unter angemessener
Fristsetzung den Liefergegenstand bis zur Zahlung des ausstehenden Betrages zur Sicherstellung
seiner Ansprüche zurücknehmen, soweit dies dem Besteller zumutbar ist, wie z.B. bei
Liefergegenständen, die noch nicht weiterverkauft wurden bzw. die noch keiner aktuellen Nutzung
unterliegen. Die Rücknahme ist nicht als Rücktrittserklärung des Lieferers auszulegen. Ein
Zurückbehaltungsrecht des Bestellers ist in diesem Fall ausgeschlossen.
3.5 Bei begründeten Zweifeln an der Zahlungsfähigkeit oder Kreditwürdigkeit des Bestellers, die
insbesondere auch durch den Zahlungsverzug indiziert werden, ist der Lieferer berechtigt -
unbeschadet der sonstigen Rechte - Sicherheiten oder Vorauszahlungen für ausstehende Leistungen
zu verlangen, sämtliche Ansprüche aus der Geschäftsverbindung sofort fällig zu stellen und die
Unsicherheitseinrede im Sinne des § 321 BGB als Leistungsverweigerungsrecht zu erheben.
Darüber hinaus steht dem Lieferer das Rücktrittsrecht gemäß § 321 Abs. 2 in Verbindung mit § 323
BGB zu.

4. Lieferfrist

4.1 Lieferfristen und Termine sind freibleibend, sofern nicht eine bestimmte Lieferzeit vereinbart ist.
4.2 Die Einhaltung der Lieferzeit steht unter dem Vorbehalt richtiger und rechtzeitiger
Selbstbelieferung. Sich abzeichnende Verzögerungen teilt der Lieferer baldmöglichst mit. Die
Lieferzeit ist eingehalten, wenn bis zu ihrem Ablauf der Liefergegenstand das Werk/Lager des
Lieferers verlassen hat oder die Versandbereitschaft mitgeteilt ist. Die Ausführungsfrist für
abzunehmende Leistungen ist mit der Anzeige der Abnahmebereitschaft eingehalten. Die Lieferzeit
verlängert sich angemessen bei Maßnahmen im Rahmen von Arbeitskämpfen, sowie beim Eintritt
unvorhergesehener Hindernisse (wie z. B. Betriebsstörungen, Liefersperren, Transportmangel,
behördliche Maßnahmen) und in Fällen höherer Gewalt, die außerhalb des Willens des Lieferers
liegen, soweit solche Hindernisse nachweislich auf die Fertigstellung oder Ablieferung des
Liefergegenstandes von maßgeblichem Einfluss sind. Der Lieferer wird dem Besteller den Beginn und
das Ende derartiger Umstände baldmöglichst mitteilen.
4.3. Die Einhaltung der Lieferzeit setzt die fristgerechte Vertragserfüllung und Mitwirkung durch den
Besteller, z.B. im Hinblick auf die Bereitstellung von Dokumentation, Berechnungen, Lastkollektiven,
Genehmigungen, Freigaben sowie Leistung einer vereinbarten Anzahlung oder Stellung von
Zahlungssicherheiten, voraus. Nachträgliche Änderungen des Auftragsumfangs, die durch den
Lieferer angenommen werden, haben eine angemessene Verlängerung der Lieferfrist zur Folge.
4.4 Der Besteller kann ohne Fristsetzung vom Vertrag zurücktreten, wenn dem Lieferer die gesamte
Leistung vor Gefahrübergang endgültig unmöglich wird. Der Besteller kann darüber hinaus vom
Vertrag zurücktreten, wenn bei einer Bestellung die Ausführung eines Teils der Lieferung unmöglich
wird und er ein berechtigtes Interesse an der Ablehnung der Teillieferung hat. Ist dies nicht der Fall, so
hat der Besteller den auf die Teillieferung entfallenden Kaufpreis zu zahlen. Im Übrigen gilt Ziff. 9
dieser Bedingungen.
4.5 Wird der Versand auf Wunsch des Bestellers verzögert, so werden ihm, beginnend einen Monat
nach Anzeige der Versandbereitschaft, die durch die Lagerung entstehenden Kosten, bei Lagerung im
Werk des Lieferers, mindestens jedoch 0,5 % des Rechnungsbetrages für jeden Monat berechnet,
soweit der Besteller nicht geringere Kosten nachweist.
4.6 Der Lieferer ist jedoch berechtigt, nach Setzung und fruchtlosem Ablauf einer angemessenen Frist
anderweitig über den Liefergegenstand zu verfügen und den Besteller mit angemessen verlängerter
Frist zu beliefern.

5. Gefahrübergang und Entgegennahme

5.1 Die Lieferung erfolgt ab Werk, und zwar entweder durch Übernahme / Abnahme oder durch
Versand. Wenn zum festgelegten Liefertermin durch den Besteller oder einen Bevollmächtigten des
Bestellers die Übernahme nicht erfolgt, so gilt der Lieferer als ermächtigt, den Liefergegenstand auf
Rechnung und Gefahr des Bestellers zu versenden. Wird der Liefergegenstand vom Besteller oder
seinem Bevollmächtigten übernommen, so geht mit der Übernahme die Gefahr auf den Besteller über.
Im Falle der Versendung geht die Gefahr auf den Besteller über, sobald der Liefergegenstand vom
Lieferer einem Transportunternehmen oder Spediteur übergeben ist. und zwar auch dann, wenn
Teillieferungen erfolgen oder der Lieferer noch andere Leistungen, z. B. die Versendungskosten oder
Anfuhr und Aufstellung übernommen hat.
5.2 Auf Wunsch des Bestellers wird auf seine Kosten die Sendung durch den Lieferer gegen
Diebstahl, Bruch-, Transport-, Feuer- und Wasserschäden sowie sonstige versicherbare Risiken
versichert.
5.3Verzögert sich der Versand bzw. die Abnahme infolge von Umständen, die der Besteller zu
vertreten hat oder durch Fälle höherer Gewalt, so geht die Gefahr vom Tage der Versand- bzw.
Abnahmebereitschaft auf den Besteller über.
5.4 Angelieferte Gegenstände sind, auch wenn sie unwesentliche Mängel aufweisen, vom Besteller
unbeschadet der Rechte aus Ziff.8. dieser Bedingungen entgegenzunehmen, bzw. abzunehmen.
5.5 Teillieferungen sind zulässig, soweit für den Besteller zumutbar.
5.6 Bei vom Besteller gestellter Verpackung ist von diesem sicherzustellen, dass die Verpackung
kostenlos, pünktlich, sauber, ohne Bezettelung und in ausreichender Menge Lieferer zur Verfügung
gestellt wird. Andernfalls behält sich der Lieferer vor, die anfallenden Kosten in Rechnung stellen.

6. Rücktrittsrecht des Lieferers vom Vertrag

Der Lieferer ist berechtigt, vom Vertrag zurück zu treten, wenn sich nach Vertragsschluss für die
Vertragsabwicklung wesentliche Umstände ohne Einflussmöglichkeit des Lieferers so entwickelt
haben, dass für ihn die Leistung unmöglich oder unzumutbar erschwert wird (z. B. nicht durch den
Lieferer zu vertretende Nichtbelieferung durch den Vorlieferanten oder Möglichkeit der Belieferung nur
noch unter wesentlich erschwerten Bedingungen).
Der Lieferer ist – unbeschadet aller Schadensersatzansprüche -ebenfalls zum Rücktritt berechtigt,
wenn der Besteller seine Vertragspflichten wesentlich verletzt, insbesondere wenn der Besteller mehr
als einen Monat nach Anzeige der Versandbereitschaft mit der Abnahme des Liefergegenstandes in
Verzug ist oder ihm eine Sorgfaltspflichtverletzung hinsichtlich des Umgangs des unter
Eigentumsvorbehalt gelieferten Liefergegenstandes vorzuwerfen ist.
Im Übrigen bestimmt sich das Rücktrittsrecht des Lieferers nach den gesetzlichen Bestimmungen.

7. Eigentumsvorbehalt

7.1 Der Lieferer behält sich das Eigentum an sämtlichen Liefergegenständen vor, bis sämtliche
Forderungen, auch künftige oder bedingte, des Lieferers gegen den Besteller aus der
Geschäftsverbindung einschließlich Zinsen und Kosten beglichen sind. Dies gilt auch dann, wenn
einzelne oder alle Forderungen des Lieferers in einer laufenden Rechnung geführt werden und der
Saldo gezogen und anerkannt ist. Der Lieferer ist berechtigt, die unter Eigentumsvorbehalt gelieferten
und von Besteller noch nicht voll bezahlten Liefergegenstände während der betriebsüblichen
Öffnungszeiten beim Besteller zu besichtigen und zu erfassen sowie gegebenenfalls erneut zu
kennzeichnen.
7.2 Bei vertragswidrigem Verhalten des Bestellers, insbesondere bei Zahlungsverzug, kann der
Lieferer zurücktreten und die Vorbehaltsware zurücknehmen bzw. Abtretung der
Herausgabeansprüche gegen Dritte verlangen. In einer Pfändung der Vorbehaltsware durch den
Lieferanten liegt kein Rücktritt vom Vertrag. Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über
das Vermögen des Bestellers berechtigt den Lieferer, vom Vertrag zurückzutreten und die sofortige
Rückgabe des Liefergegenstandes zu verlangen.
7.3 Der Besteller darf den Liefergegenstand weder verpfänden noch zur Sicherung übereignen. Bei
Pfändungen oder sonstigen Eingriffen Dritter hat der Besteller die Pflicht, den Lieferer unverzüglich zu
benachrichtigen. Der Eigentumsvorbehalt wird durch Zahlungen Dritter, insbesondere durch
Zahlungen von Wechselgaranten, nicht aufgehoben. Insoweit gehen die Rechte des Lieferers auf den
Zahlenden über. Der Besteller ist verpflichtet, Eigentumsvorbehaltsware gegen Feuer, Einbruch,
Diebstahl und Wasserschäden ausreichend zu versichern. Die Versicherungsansprüche werden in
Höhe des Warenwertes schon jetzt an den Lieferer abgetreten. Der Lieferer nimmt diese Abtretung an.
7.4 Der Besteller ist berechtigt, den Liefergegenstand im ordentlichen Geschäftsgang und unter
Bedingungen weiterzuverkaufen, die mit diesen Verkaufsbedingungen übereinstimmen. Befindet er
sich jedoch in finanziellen Schwierigkeiten oder hat er sein Schuldkonto gegenüber dem Lieferer nicht
ausgeglichen, so kann er über Liefergegenstände nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Lieferers
verfügen. Verfügungen ohne diese Einwilligung sind ungültig, wenn sie nicht nachträglich genehmigt
werden.
7.5 Der Besteller tritt hiermit alle ihm aus der Veräußerung oder sonstigen Rechtsgründen hinsichtlich
der Vorbehaltsware entstandenen oder entstehenden Forderungen und Gegenleistungen an den
Lieferer ab. Der Besteller bleibt zwar auch nach der Abtretung zur Einziehung von Forderungen
ermächtigt, doch steht es dem Lieferer frei, Forderungen unmittelbar vom Abnehmer einzuziehen. Der
Lieferer wird dies vermeiden, solange der Besteller die ihm obliegenden Verpflichtungen
ordnungsgemäß erfüllt. Der Lieferer kann vom Besteller die Angabe aller abgetretenen Forderungen
und deren Schuldner sowie die Mitteilung aller weiteren zum Einzug erforderlichen Unterlagen und
deren Aushändigung verlangen. Ebenso ist auf Verlangen den Drittschuldnern die Abtretung
mitzuteilen (offene Zession). Wird der Liefergegenstand zusammen mit anderen Waren, die dem
Lieferer nicht gehören, weiterverkauft, so gilt die Forderung des Bestellers gegen die Abnehmer in
Höhe des zwischen Lieferer und Besteller vereinbarten Lieferpreises als abgetreten.
7.6 Die Verarbeitung gelieferter Vorbehaltssachen wird durch den Besteller stets für den Lieferer
vorgenommen. Wird die Vorbehaltsware mit anderen nicht dem Lieferer gehörenden Gegenständen
verarbeitet, so erwirbt der Lieferer das Miteigentum an der neuen Sache im Verhältnis des Wertes der
Vorbehaltsware zu der neuen Sache.
7.7 Der Lieferer verpflichtet sich, die ihm zustehenden Sicherungen insoweit freizugeben, als ihr Wert
die zu sichernden Forderungen, soweit diese noch nicht beglichen sind, um mehr als 20 % übersteigt.
7.8 Trotz des Eigentumsvorbehaltes trägt der Besteller die Gefahr des Untergangs oder der
Verschlechterung der gelieferten Gegenstände.

8. Gewährleistung

Für Sach- und Rechtsmängel der Liefergegenstände leistet der Lieferer gegenüber dem Besteller
unter Ausschluss weiterer Ansprüche – vorbehaltlich Ziff. 9 dieser Bedingungen– Gewähr wie folgt:
Sachmängel:
8.1 Soweit die gelieferten Gegenstände zum Einbau in Maschinen und Geräte des Bestellers
vorgesehen sind und nicht hierfür vom Lieferer entwickelt und/oder konstruiert worden sind,
gewährleistet der Lieferer nicht die ausreichende Eignung, Stärke oder Haltbarkeit. Die Prüfung auf
Eignung der Liefergegenstände für die Zwecke des Bestellers obliegt in Ermangelung einer
abweichenden Vereinbarung allein dem Besteller. Liegt hingegen ein Sachmangel vor, finden die
folgenden Bestimmungen Anwendung.
Alle diejenigen Liefergegenstände oder Teile davon sind unentgeltlich nach Wahl des Lieferers
nachzubessern oder neu zu liefern, die sich infolge eines vor dem Gefahrübergang liegenden
Umstandes als mangelhaft herausstellen. Die Feststellung solcher Mängel ist dem Lieferer
unverzüglich schriftlich zu melden.
8.2 Zur Vornahme aller dem Lieferer notwendig erscheinenden Nachbesserungen und
Ersatzlieferungen hat der Besteller nach Verständigung mit dem Lieferer die erforderliche Zeit und
Gelegenheit zu geben. Erfolgt dies nicht, ist der Lieferer von der Haftung für die daraus entstehenden
Folgen befreit. Soweit sich die Beanstandung als berechtigt herausstellt, trägt der Lieferer von den
durch die Nachbesserung bzw. Ersatzlieferung entstehenden Kosten die Kosten des Ersatzstückes
einschließlich des Versandes innerhalb der Bundesrepublik Deutschland sowie die angemessenen
Kosten des Ein- und Ausbaus bzw. der Reparatur, einschließlich angemessener Wegekosten
innerhalb der Bundesrepublik Deutschland bei Nachbesserung außerhalb der Werkstatt des
Bestellers, soweit nicht eine abweichende Vereinbarung getroffen wurde, ferner, falls dies nach Lage
des Einzelfalls billigerweise verlangt werden kann, die Kosten der etwa erforderlichen Gestellung
eigener Fachleute des Lieferers. Werden im Rahmen einer Nachbesserung Teile eingebaut, kann der
Besteller Sachmängelansprüche bzgl. dieser Teile auf der Grundlage des Liefervertrages nur bis zum
Ablauf der ursprünglichen Verjährungsfrist geltend machen. Ersetzte Teile werden Eigentum des
Lieferers.
8.3 Der Besteller hat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften ein Recht zum Rücktritt vom Vertrag,
wenn der Lieferer – unter Berücksichtigung der gesetzlichen Ausnahmefälle – eine ihm gesetzte
angemessene Nachfrist für die Nachbesserung oder Ersatzlieferung wegen eines Sachmangels
fruchtlos verstreichen lässt. Liegt nur ein unerheblicher Mangel vor, steht dem Besteller lediglich ein
Recht zur Minderung des Kaufpreises zu. Das Recht auf Minderung des Kaufpreises bleibt ansonsten
ausgeschlossen.
8.4 Der Lieferer ist berechtigt, den Besteller im Falle von Mängeln an wesentlichen
Fremderzeugnissen, die der Lieferer im Liefergegenstand verwendet hat, wegen der Ansprüche auf
Nachbesserung und Ersatzlieferung zunächst auf die Service-Organisation der jeweiligen Hersteller zu
verweisen, ohne dass hiermit eine Einschränkung der vom Lieferer übernommenen Gewährleistung
verbunden ist.
8.5.1 Die Gewährleistung entfällt für offensichtliche Mängel (einschließlich Falsch- oder
Zuweniglieferungen), die nicht binnen 10 Tagen nach Eingang des Liefergegenstandes beim Besteller
dem Lieferer schriftlich angezeigt wurden sowie für Schäden, die durch natürlichen Verschleiß,
insbesondere an Dichtungen, Isolierungen und Federn, sowie ungeeignete oder unsachgemäße
Verwendung, vom Lieferer nicht genehmigte Änderungen oder Instandsetzungsarbeiten, fehlerhafte
Montage bzw. Inbetriebsetzung durch den Besteller oder Dritte, Missachtung der Betriebs- und
Wartungsvorschriften, Verwendung ungeeigneter Betriebsmittel oder Austauschteile, die den Original
CLAAS Ersatzteilen nicht entsprechen, oder durch biologische, chemische, elektrochemische oder
elektrische Einflüsse entstanden sind und die nicht vom Lieferer zu verantworten sind.
8.5.2 Für die Beurteilung der Laufeigenschaften von Getrieben, Pressen und Motoren sowie aller
sonst gelieferten Teile sind die auf dem Prüfstand oder in der jeweiligen Prototypmaschine des
Lieferers nachgewiesenen Ergebnisse maßgebend. Für Beanstandungen, die durch die
Einbauverhältnisse oder unsachgemäße Pflege auftreten, übernimmt der Lieferer keine
Gewährleistung.
8.6 Der Verkauf einer gebrauchten Maschine an den bei Abschluss des Vertrages in Ausübung seiner
gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelnden Besteller (Unternehmer) erfolgt
unter Ausschluss jeglicher Haftung für Sachmängel.
8.7 Unberührt bleiben weitergehende Ansprüche im Falle der Übernahme einer Garantie bzw. eines
Beschaffungsrisikos oder des arglistigen Verschweigens eines Mangels, oder soweit eine Haftung
aufgrund zwingender gesetzlicher Bestimmungen besteht.
Rechtsmängel:
8.8 Führt die Benutzung des Liefergegenstandes zur Verletzung von gewerblichen Schutzrechten
oder Urheberrechten im Inland, wird der Lieferer auf seine Kosten dem Besteller grundsätzlich das
Recht zum weiteren Gebrauch verschaffen oder den Liefergegenstand in für den Besteller zumutbarer
Weise derart modifizieren, dass die Schutzrechtsverletzung nicht mehr besteht. Ist dies zu
wirtschaftlich angemessenen Bedingungen oder in angemessener Frist nicht möglich, ist der Besteller
zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt. Unter den genannten Voraussetzungen steht auch dem Lieferer
ein Recht zum Rücktritt vom Vertrag zu. Darüber hinaus wird der Lieferer den Besteller von
unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Ansprüchen der betreffenden Schutzrechtsinhaber im
Innenverhältnis freistellen.
8.9 Die in Ziff. 8.8 dieser Bedingungen genannten Verpflichtungen des Lieferers sind vorbehaltlich Ziff.
9 dieser Bedingungen für den Fall der Schutz- oder Urheberrechtsverletzung abschließend. Sie
bestehen nur, wenn a) der Besteller den Lieferer unverzüglich von geltend gemachten Schutz- oder
Urheberrechtsverletzungen unterrichtet und b) der Besteller den Lieferer in angemessenem Umfang
bei der Abwehr der geltend gemachten Ansprüche unterstützt und ggf. dem Lieferer die Durchführung
der Modifizierungsmaßnahmen gem. Ziff. 8.8 dieser Bedingungen ermöglicht und c) dem Lieferer alle
Abwehrmaßnahmen einschließlich außergerichtlicher Regelungen vorbehalten bleiben und d) der
Rechtsmangel nicht auf einer Anweisung des Bestellers beruht und e) die Rechtsverletzung nicht
dadurch verursacht wurde, dass der Besteller den Liefergegenstand eigenmächtig geändert oder in
einer nicht vertragsgemäßen Weise verwendet hat.

9. Haftung

9.1 Wenn durch Verschulden des Lieferers der Liefergegenstand vom Besteller infolge unterlassener
oder fehlerhafter Ausführung von vor oder nach Vertragsschluss liegenden Vorschlägen und
Beratungen oder durch die Verletzung anderer vertraglicher Nebenverpflichtungen nicht
vertragsmäßig verwendet werden kann, so gelten unter Ausschluss weiterer Ansprüche des Bestellers
die Regelungen der Ziff. 8. und 9.2 ff. dieser Bedingungen entsprechend.
9.2. Die folgenden Haftungsbeschränkungen finden keine Anwendung bei der Verletzung von Leben,
Körper und Gesundheit. Unabhängig von einem Verschuldenserfordernis, bleibt auch eine etwaige
Haftung des Lieferers bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, aus der Übernahme einer
Garantie bzw. eines Beschaffungsrisikos oder nach dem Produkthaftungsgesetz unberührt.
9.3 Die Schadensersatzhaftung des Lieferers für Schäden, die nicht am Liefergegenstand selbst
entstanden sind, ist - gleich aus welchem Rechtsgrund – beschränkt auf Vorsatz und grobe
Fahrlässigkeit. Diese Beschränkung gilt auch für Vertreter, Erfüllungsgehilfen oder Betriebsangehörige
des Lieferers.
9.4 Haftet der Lieferer aufgrund Gesetzes auch für einen Schaden, der durch leichte Fahrlässigkeit
verursacht wurde, besteht diese Haftung nur bei Verletzung von Pflichten, deren Erfüllung die
ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung
der Besteller regelmäßig vertrauen darf („vertragswesentlicher Pflichten“), beschränkt auf den bei
Vertragsschluss vorhersehbaren typischen Schaden. Die persönliche Haftung von Vertretern,
Erfüllungsgehilfen und Betriebsangehörigen des Lieferers ist für die von ihnen leicht fahrlässig
verursachten Schäden ausgeschlossen.
9.5 Soweit der Schaden durch eine vom Besteller für den betreffenden Schadensfall abgeschlossene
Versicherung (ausgenommen Summenversicherung) gedeckt ist, haftet der Lieferer nur für etwaige
damit verbundene Nachteile des Bestellers (z.B. höhere Versicherungsprämien, Zinsnachteile bis zur
Schadensregulierung durch die Versicherung).

10. Verjährung

Gewährleistungsansprüche des Bestellers für neue Liefergegenstände verjähren, sofern der Besteller
Unternehmer ist, 12 Monate nach Übergabe des Liefergegenstandes an den Endabnehmer,
spätestens jedoch nach 15 Monaten seit Lieferung an den Besteller. Alle weiteren Ansprüche des
Bestellers – aus welchen Rechtsgründen auch immer, einschließlich Ansprüche aus einer
Garantieübernahme, – verjähren in 12 Monaten ab Gefahrübergang auf den Besteller. Für
Schadensersatzansprüche nach 9.2 - mit Ausnahme für solche aus einer Garantieübernahme - gelten
die gesetzlichen Fristen.

11. Softwarenutzung

Soweit im Lieferumfang Software enthalten ist, wird dem Besteller ein nicht ausschließliches Recht
eingeräumt, die gelieferte Software einschließlich der Dokumentation zu nutzen oder die Nutzung
durch seinen Abnehmer im Zusammenhang mit dem dafür bestimmten Liefergegenstand und unter
den nachfolgenden Bedingungen zu gestatten. Eine Nutzung der Software außerhalb des
Liefergegenstandes ist untersagt. Der Besteller darf die Software nur im gesetzlich zulässigen Umfang
(§§ 69a ff UrhG) vervielfältigen, überarbeiten, übersetzten oder vom Objektcode in den Quellcode
umwandeln. Der Besteller verpflichtet sich, Herstellerangaben – insbesondere Copyright-Vermerke –
nicht zu entfernen oder zu ändern. Alle sonstigen Rechte an der Software und den Dokumentationen
einschließlich der Kopien bleiben beim Lieferer oder dem Softwarelieferanten. Der Besteller hat diese
Verpflichtungen dem Endabnehmer des Liefergegenstandes entsprechend aufzuerlegen.

Datenschutz

Der Lieferer speichert und verarbeitet gemäß den datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insb. dem
BDSG, personenbezogene Daten des Bestellers im Rahmen des Geschäftsverkehrs. Dies gilt
gleichermaßen für solche Daten des Endabnehmers, die der Besteller in zulässiger Weise unter
Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen an den Lieferer übermittelt. Die Daten können
an die CLAAS KGaA mbH sowie weitere verbundene Gesellschaften der CLAAS-Gruppe
weitergegeben werden. Die Angaben werden zur Kundenbetreuung durch den Lieferer bzw. den
Gesellschaften der CLAAS Gruppe, insbesondere zur Gewährleistungsabwicklung und
Produktüberwachung, genutzt. Zur Kundenbetreuung gehört auch die Durchführung von
Kundenzufriedenheitsbefragungen.

13. Erfüllungsort und Gerichtsstand

13.1 Erfüllungsort ist der Sitz des Lieferers. Für die Vertragsbeziehungen gilt das Recht der
Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des Übereinkommens der Vereinten Nationen vom 11.
04. 1980 über den Internationalen Warenkauf.
13.2.1 Für sämtliche Ansprüche aus der Geschäftsverbindung mit Kaufleuten ist der Gerichtsstand
das Landgericht Paderborn. Dieser Gerichtsstand gilt auch bei allen Wechsel-, Scheck und sonstigen
Urkundenprozessen, die mit der Lieferung und/oder Leistung in Zusammenhang stehen. Der Lieferer
ist berechtigt, auch am Gerichtsstand des Bestellers klagen.
Sofern der Besteller seinen Sitz außerhalb der Bundesrepublik Deutschland hat, ist der Lieferer als
Kläger berechtigt, ein Schiedsgericht anzurufen, welches unter Ausschluss der ordentlichen
Gerichtsbarkeit nach der Schiedsgerichtordnung der Internationalen Handelskammer durch einen oder
mehrere gemäß dieser Ordnung ernannte Schiedsrichter endgültig entscheidet. Verfahrenssprache ist
Deutsch. Tagungsort des Schiedsgerichts ist Düsseldorf.